WEM GEHÖRT DIE WELT? RÜCKBLICK AUF DIE IAFF AUSSTELLUNG IN BERLIN.

Meine dritte Gruppenausstellung im Rahmen der IAFF Berlin: Wem gehört die Welt?“

Wem gehört die Welt? Kunst, Aktivismus und Sichtbarkeit

Vom 16. bis 18. Dezember 2025 fand erneut eine Ausstellung der IAFF statt. Unter dem Titel „Wem gehört die Welt – Drop Art not Bombs“ wurde ein Raum geschaffen, in dem Kunst, Musik und Wort aufeinandertrafen – nicht als Dekoration, sondern als Ausdruck von Haltung.Vom 16. bis 18. Dezember 2025 fand erneut eine Ausstellung der IAFF statt. Unter dem Titel „Wem gehört die Welt – Drop Art not Bombs“ wurde ein Raum geschaffen, in dem Kunst, Musik und Wort aufeinandertrafen – nicht als Dekoration, sondern als Ausdruck von Haltung.Vom 16. bis 18. Dezember 2025 fand erneut eine Ausstellung der IAFF statt. Unter dem Titel „Wem gehört die Welt – Drop Art not Bombs“ wurde ein Raum geschaffen, in dem Kunst, Musik und Wort aufeinandertrafen – nicht nur als Dekoration, sondern als Ausdruck von Haltung.

Wie schon bei vergangenen Veranstaltungen ging es auch diesmal um künstlerischen Aktivismus, um Fragen nach Macht, Verantwortung und den Mechanismen hinter den sichtbaren Strukturen unserer Welt.

Um was geht es?

Den Auftakt der Ausstellung begleitete eine Rede von Ken Jebsen aka Kayvan Soufi-Siavash , der den thematischen Rahmen setzte und deutlich machte, dass diese Tage mehr sind als eine klassische Kunstausstellung. Wer seine Arbeit kennt weiß, dass seine Worte tief gehen und zum nachdenken anregen. Über die gesamte Laufzeit hinweg präsentierten zahlreiche Künstler ihre Werke, begleitet von Live-Musik, Lesungen und offenen Gesprächen. Es entstand ein kreativer Austausch, der zeigte, wie viel Kraft Kunst entfalten kann, wenn sie gesellschaftliche Themen aufgreift und sichtbar macht.

Auch SIGGI VON VRIL war aktiv dabei

Auch SIGGI VON VRIL war Teil der Ausstellung und ich zeigte drei meiner Arbeiten, die sich mit Identität, Transformation, Menschenhandel und dem Zusammenprall unterschiedlicher Realitäten beschäftigen:

  • The One as Two

  • 2040 – PHOENIX

  • WELTEN IM ZUSAMMENSTOß

Alle drei Arbeiten greifen auf unterschiedliche Weise Themen wie Identität, Transformation, Korruption, Menschenhandel, Kontrolle und den Zusammenprall verschiedener Realitäten auf. Sie sind Ausdruck meiner künstlerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und inneren wie äußeren Spannungsfeldern.

Interview mit AUF1 während der Ausstellung

Während der Ausstellung im Dezember durfte ich erneut ein Interview geben, dieses Mal mit dem Sender AUF1. Im Gespräch wurde ich sowohl zum Ausstellungsthema „Wem gehört die Welt“ befragt als auch zu den Hintergründen meiner Arbeiten.

Besonders mein Werk The One as Two erregte die Aufmerksamkeit des Senders. In den Aufnahmen wurde thematisiert, wie das Bild den Komplex des Menschenhandels aufgreift, mit einem besonderen Fokus auf Kinderhandel und die dahinterliegenden Strukturen. Wir sprachen über den Fall Jeffrey Epstein und darüber, wie verschiedene Aspekte miteinander verknüpft sind, ebenso darüber, dass zahlreiche Verbindungen bis nach Europa und auch nach Deutschland führen. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Kinderhandel keineswegs nur ein Phänomen sogenannter Drittländer ist, sondern auch durch etablierte, gesellschaftlich hoch angesiedelte Ebenen stattfindet, die nach außen hin zwar präsent, zugleich jedoch verschleiert erscheinen. Politik und Wirtschaft bilden dabei einen bedeutenden Teil der Nachfragestrukturen.

Im Interview wurde thematisiert, dass allein in Deutschland jedes Jahr bis zu 100.000 Kinder verschwinden und nur ein kleiner Teil davon jemals wieder aufgefunden wird.
„The One as Two“ setzt sich mit dieser Realität auseinander, ohne sie plakativ darzustellen. Das Bild arbeitet mit Symbolik, Brüchen und Ebenen, um sichtbar zu machen, wie Entmenschlichung, Kontrolle und Ausbeutung funktionieren – oft mitten in einer Gesellschaft, die wegschaut.

Für mich ist Kunst ein Mittel, solche Themen in den Raum zu bringen. Nicht als Antwort, sondern als Einladung hinzusehen.

Künstlerischer Aktivismus als gemeinsame Sprache

Die IAFF Ausstellung hat erneut gezeigt, wie stark künstlerischer Aktivismus wirken kann, wenn er Raum bekommt. Zwischen Bildern, Musik und Texten entstand ein Feld, in dem Themen wie Macht, Verantwortung und Widerstand greifbar wurden – ohne Belehrung, aber mit Tiefe.

Solche Ausstellungen sind wichtig. Sie schaffen Orte, an denen Kunst nicht angepasst werden muss, sondern Haltung zeigen darf. Ein früherer Beitrag, der diesen Gedanken vertieft, findet sich hier: BEITRAG

Fazit

Kunst kann Verbindung schaffen, kritische Diskurse eröffnen und gleichzeitig neue Denkprozesse anwerfen, bei Menschen die bisher vielleicht nur in eine Richtung gedacht haben.

Veröffentlichung im Coffee Table Book „101 Collage Artists“

Neben der Ausstellung brachte der Dezember für mich noch einen weiteren bedeutenden Schritt:
Ich wurde ausgewählt, im neu erschienenen Coffee Table Book „101 Collage Artists“ vertreten zu sein. Mit meinem Werk „ERHEBUNG“ bin ich nun Teil dieser internationalen Sammlung von Collage-Künstlern. Das Buch vereint unterschiedliche visuelle Handschriften und thematische Zugänge und bietet einen intensiven Einblick in zeitgenössische Collagekunst.

Für mich ist diese Veröffentlichung ein weiterer Meilenstein auf meinem Weg als Künstlerin – ein Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit und einer größeren Reichweite für meine Arbeiten.

Das Buch ist hier erhältlich: hier anschauen

Ausblick

Die Ausstellung „Wem gehört die Welt – Drop Art not Bombs“, das Interview mit AUF1 und die Veröffentlichung im „101 Collage Artists“ Buch haben den Abschluss des Jahres 2025 intensiv und kraftvoll geprägt. Dazu sind viele neue Projekte entstanden ud einenn Teil davon kann man sich bhier im Online Shop ansehen und auch erwerben.
Für mich bestätigt sich immer wieder:
Kunst ist mehr als ein Bild an der Wand. Sie ist Stimme, Widerstand und Einladung zugleich. Und manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo jemand bereit ist, hinzusehen.